Zucht

Der Gårdhund ist eine sehr alte Rasse, die in Dänemark und Schweden ihren Ursprung hatte. Später gelangte er auch nach Norddeutschland, Großbritannien, Frankreich. Man sagt, dass sich die Wikinger schon Gårdhunde hielten, da auf Gemälden, die diese Zeit darstellen, Hunde diesen Typs abgebildet sind.
Der Dänin Jytte Weiss ist es zu verdanken, dass wir heute so viel Freude am Dansky haben können. Sie erinnerte sich in den 1970er Jahren an den lustigen Hund ihrer Kindertage und organisierte Hundefreunde, die ab 1982 gezielt auf dem Land nach gesunden, typvollen Hofhunden mit gutem Wesen suchten. Sie wurden fündig und so wurde 1985 der Dansk Svensk Gårdhund zum Rassehund erklärt. Es kamen ca. 200 Gårdhunde in die Zucht. 1987 wurde der Name "Dansk Svensk Gårdhund" und der Rassestandard für ihn unter dem FCI festgelegt. 1989 wurden auf der Welthundeausstellung in Kopenhagen erstmals 50 Dansk Svensk Gårdhunde ausgestellt. Seit dem 5. Juli 2008 ist er vorläufig beim FCI als Rasse anerkannt.

Seit den ersten Aufzeichnung 1987 in der dänischen Datenbank für Gårdhunde "Muttington" wurden bisher ca. 18.000 Hunde registriert. Auch in  Deutschland, den USA, Österreich, den osteuropäischen Ländern aber auch in Großbritannien, Frankreich usw., werden die kleinen Hofhunde gezüchtet und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Bilder aus: Enzyklopädie der Rassehunde, Band 1, Hans Räbner, Kosmos Vlg. 1993. Der obere Hund trägt ein sehr farbiges Haarkleid, während der Hund auf dem unteren Bild, dem heutigen Rassestandard schon eher entspricht


Über das Züchten


Es gibt in der Hundezucht verschiedene Vereine und Verbände, die nach ihren jeweiligen Standard und Reglement züchten. Diese Entscheidung kann jeder Züchter für sich selbst treffen und sie sagt damit noch nichts über die Qualität der Zucht aus.

Wir haben uns für eine kontrollierte Zucht unter dem Dachverband des Hundewesens in Deutschland entschieden. Der VDH ist in Deutschland der zuchtbuchführende Dachverband unter dem FCI. Das bedeutet natürlich auch, dass die zur Zucht bestimmten Elterntiere in besonderem Maße auf erbliche und andere gesundheitliche Faktoren geprüft werden. Bei unseren Gardhunden wird ganz besonderer Wert auf die Untersuchung auf Hüftgelenkdysplasie und Patellaluxation gelegt. Aufgrund der genetischen Veranlagung sind die Schwerpunkte der Untersuchungen bei jeder Rasse anders geartet. Mittlerweile wird auch für alle zur Zucht vorgesehenen Rüden und Hündinnen ein DNA-Profil vorgeschrieben. Eine Zuchttauglichkeitsprüfung, die sowohl die medizinischen Ergebnisse, als auch Wesensbeurteilung und Phänotypbeurteilung umfasst, gibt die Voraussetzung, in die Zucht zu „gehen“. Das ist der Beginn – wenn dann die kleinen Welpen geboren sind, steht ein Zuchtwart zur Seite, der ein Auge darauf hat, dass sich alle optimal entwickeln und der vor der Abgabe der Kleinen in ihre neuen Familien eine Abnahme des Wurfes vornimmt. Erst wenn alle Kriterien dem entsprechen, was in der Zucht erreicht werden soll und dem Reglement entspricht, kann die Eintragung der Welpen im Register erfolgen und eine Ahnentafel ausgestellt werden. Dabei dürfen nur Hunde eingetragen werden, bei denen mindestens drei Vorfahrengenerationen im VDH bzw. FCI  lückenlos nachgewiesen werden können.
Ausführliche bzw. weitergehende Informationen sind auf den Seiten des VDH oder auch bei uns zu erhalten.
  



Das ist Gabrieles erster VDH -Wurf, der sogenannte A-Wurf.  Die Hündin hat eine Tragzeit von ca. 63 Tagen. Danskys bekommen im Durchschnitt 4 -5 Welpen. Aber es gibt auch Würfe mit einem bis zu neun Welpen. Sehr wenige oder sehr viele Welpen sind allerdings extrem selten.

© Andrea Kampffmeyer

Ein Katzenkorb als Schlafplatz und Rückzugsmöglichkeit kann die spätere Gewöhnung an die Hundebox erleichtern. Schaukeln simuliert das Schwanken eines Bootes, falls sich ein Dansky später zum Bootsmann berufen fühlt oder ein großer Reiter werden möchte.


Bei manchen Züchtern leben die Hündinnen und Rüden unter einem Dach. Der kleine Dobgun's Fergus Florian, genannt Junior, kann, bis er von seiner neuen Familie abgeholt wird, viel von seinem Papa Piccobello Ferrari's Fenton lernen. Auch Gabrieles Gavrilykke's-B-Wurf-Welpen fanden es sehr spannend, den ein Jahr älteren Buddy kennenzulernen.

©  Tina Strandberg (Piccobello Ferrari's Fenton C&D + Dobgun's Fergus Florian), Andrea Kampffmeyer