Wesen


Das Temperament des Danskys ist lebhaft und spritzig ohne hyperaktiv zu sein. Er ist voller Energie bei jeder Aktivität dabei. Er liebt Zerr- und Ballspiele, erfreut sich, mehr oder weniger lang, an seinen Stofftieren (weil das Stofftier meist nicht so lange lebt) und er ist ein richtiger Clown.
Aber es geht auch ganz anders. An trüben Regentagen lockt ihn kaum etwas vor die Tür. Dann kuschelt er sich  lieber unter die Decke auf der Couch.
In den Rassenbeschreibungen kann man immer wieder lesen, dass es eine Aufgabe des Gårdhundes war, das Bett der Menschen zu wärmen. Ich bin mir da nicht so sicher, wer da wen wärmen soll. Tatsache ist, dass die meisten Danskys, wenn sie dürfen, auf der Couch oder/und im Bett schlafen. Vorzugsweise unter der Bettdecke, mit Körperkontakt, denn den lieben und brauchen sie auch. Ist es dem kleinen Hund doch zu warm, wechselt er den Platz auf die Bettdecke, um Minuten später seine Nase erneut unter die Decke zu bohren, um sich ein kuscheliges Plätzchen an der Seite seines Menschen zu sichern.

Der Gårdhund ist ein Hund, der den engen Anschluß an seine Familie braucht. Dabei sein ist für ihn Alles (natürlich bringen seine Menschen ihm das Allein bleiben bei, wenn er älter ist und das kann er dann kann er auch für mehrere Stunden aushalten). 

Mit Kindern versteht sich der Dansky gut. Wieviel Kinderpower er gut abhaben kann, hängt von der Sensibilität und dem Charakter des Hundes ab und das müssen die Eltern natürlich beobachten. Sind die Kinder schon etwas größer, ist es wichtig ihnen den richtigen Umgang mit einem Hund zu zeigen. Das er ein Lebewesen mit Gefühlen ist, dass sich freut aber auch Schmerzen haben kann, finde ich wichtig, den Kinder zu erklären. 

Der Dansk Svensk Gårdhund ist sehr, sehr neugierig. Er beobachtet uns Menschen ganz genau und ist sofort zur Stelle, wenn wir etwas in die Hand nehmen, was er noch nicht ausgiebig begutachtet und beschnuppert hat. Überhaupt ist Beobachten seine große Leidenschaft. Mein Dansky Buddy sitzt oft lange am Fenster und beobachtet das Treiben draußen. Von anderen Danskybesitzern weiß ich, dass auch ihre Hunde gerne auf Fensterbrettern, Truhen oder ähnlich erhöhten Plätzen an Fenstern oder Terrassentüren sitzen, um das Geschehen draußen zu beobachten.

Der Gårdhund ist ein intelligenter und sensibler Hund und lässt sich deshalb leicht erziehen. Er begreift schnell, was man von ihm möchte und es macht Spaß, ihm allerlei Tricks beizubringen. Natürlich lernt er ebenso schnell Dinge, die wir nicht so toll finden und dann sind wir Besitzer gefordert. Seine Bereitschaft sich unterzuordnen und seinen Menschen zu gefallen macht es uns aber leicht, ihm ein harmonisches Miteinander beizubringen. Das unterscheidet ihn auch vom schneidigen Jack-Russell-Terrier, mit dem der Dansky oft verwechselt wird. Auf dem Foto schauen Euch gerade Lea, die DSG-Hündin und rechts Qinie,  ein 8 Jahre altes JRT Mädchen, an. In der Hundegruppen-Klassifizierung des FCI wird der Gårdhund übrigens den Pinschern zugeordnet.


Das Aggressionsverhalten des Gårdhundes ist wenig ausgeprägt. Meist geht er Streit aus dem Weg. Deshalb ist er auch gut im Rudel zu halten. Mit anderen befellten oder gefiederten Familienmitgliedern, die mit im Haus leben,  hat er meist kein Problem. Natürlich ist auch hier der Mensch gefordert, der dem Hund beizeiten ein friedliches Miteinander lehrt, sodass er unter Aufsicht weiß, dass er die anderen Tieren in Ruhe zu lassen hat. Kasper und Freddy, das Kaninchen zeigen sehr schön, wie so etwas aussehen kann.
Draußen sieht die Sache, auch mit den hauseigenen Tieren, allerdings wieder anders aus. Eine davonlaufende Katze ist einfach zu verlockend. Auch hier kann ich nur sagen, dass der Hund entweder lernt, seinen Jagdtrieb zu beherrschen oder ein Spaziergang an der Leine dran ist, wenn man schon weiß, dass viele Katzen, Eichhörnchen etc. in diesem Gebiet unterwegs sind
.

Der Dansky ist gut im Rudel, also auch zu zweit oder dritt oder zu mehreren, zu halten. Mit Seinesgleichen versteht er sich natürlich am Besten, weil dann das Spielverhalten, die Körpersignale und die Mimik gegenseitig eindeutig verstanden werden. Aber auch mit anderen Hunderassen ist eine dicke Freundschaft durchaus möglich. Unterschiedliche Rassen lernen recht schnell, wie die Sprache des Anderen funktioniert und nach kurzer Zeit sollte ein verträgliches Miteinander klappen. Manchmal muss der Hundehalter dabei seinen Schützlingen unter die Arme greifen und helfend einwirken.

Dazu ein paar Beispiele:

  • Der kleineTimo und Capo
    Der kleineTimo und Capo
  • Babysitter
    Babysitter
  • Ema, Berta und Mads
    Ema, Berta und Mads
  • Kromfohrländer und Gårdhund
    Kromfohrländer und Gårdhund
  • Sandras Meute
    Sandras Meute
  • Der mit dem Wolf spricht
    Der mit dem Wolf spricht
  • Die mit dem Buddy tanzt
    Die mit dem Buddy tanzt
  • Zerrspiele machen Spaß
    Zerrspiele machen Spaß
  • Der große Lenny und die kleine Wilma
    Der große Lenny und die kleine Wilma
  • Aufs Essen warten schweißt zusammen
    Aufs Essen warten schweißt zusammen
  • Susi und Hook im Winterglück
    Susi und Hook im Winterglück
  • Sitz! - Hallooo Skip, du bist auch gemeint!
    Sitz! - Hallooo Skip, du bist auch gemeint!
  • Han Solo und Kayson
    Han Solo und Kayson
  • Gårdhundrudel
    Gårdhundrudel


Auch bei guter und gewissenhafter Ausbildung kann der DSG im Laufe des "Erwachsen werdens" einmal ungemütlich auf Artgenossen reagieren. Das ist normal und gehört zum Hundeverhalten dazu. Er ist ein lebendiges Wesen, mit Gefühlen wie wir, das sollten wir immer bedenken.... und ganz ehrlich, wer weiß denn schon (außer Hundetrainern), was der knurrende Hund unserem braven Dansky  zugeflüstert hat oder was unser Jungspund den anderen Hunden über seine Körpersprache mitteilt. Vielleicht war das ja auch nicht gerade freundlich 😉.
Kein Hund, also auch kein Gårdhund, kommt als perfekt erzogener Gefährte auf die Welt. Der kleine Welpe lernt ab dem Zeitpunkt seines Einzugs ins neue Zuhause, was er darf und was nicht erwünscht ist. Raufspiele sind zwar lustig, aber die Welpenzähne sind spitz und die Menschenhaut empfindlich. Ein gewisses Maß an Erziehung und Grundgehorsam muss also auch der DSG lernen.
 Mal "Ruhe zu geben" und sich "gepflegt zu langweilen", will gelernt sein. Wie das bei Kindern auch manchmal ist, merkt der junge Hund nicht, wann das Toben zu wild wird und die Stimmung kippt. Dann ist es von Vorteil, wenn zwischendurch immer wieder Pausen zum runterkommen und Luft holen gemacht werden.

  • WG mit Katze
    WG mit Katze
  • Soviel Selbstbeherrschung ist echt schwer
    Soviel Selbstbeherrschung ist echt schwer
  • Arwen,Curly & Lexi
    Arwen,Curly & Lexi
  • Buddy und Pepe zeigen ihre Waffen
    Buddy und Pepe zeigen ihre Waffen
  • Beeindruckend
    Beeindruckend


Der Gårdhund kommt, ebenso wie alle anderen Hunde, mit ca. 6-7 Monaten in die Adoleszenzphase, was wir häufig mit Pubertät bezeichnen. Sie endet, wenn der Hund ca. zwei Jahre oder etwas älter, ist. In dieser Zeit sind seine Besitzer oft gefordert. Es kann sein, dass dann bereits erlernte Kommandos  nicht mehr abrufbar sind und die Ohren auf Durchzug schalten. Oder Herr/Frau Dansky fängt an, seinen Aktionskreis zu erweitern und macht sich dann vielleicht auch einmal selbstständig und erkundet auf eigene Faust die Welt. Ist er an der Jagd interessiert, wird er in dieser Zeit eventuell beginnen, verstärkt auf Fährtengeruch zu reagieren. Manche kommentieren lautstark den Anblick eines flüchtenden Hasen, einer Katze oder Rehs.  Ist er in dieser Situation an der Leine, ist das gut. Ist er das nicht, dann ist er wahrscheinlich erstmal weg. Dann heißt es warten, ruhig bleiben und sich überlegen, was in dieser Situation das nächste Mal besser gemacht werden kann. Eine gute Hundeschule oder ein Hundetrainer, dem man Vertrauen schenkt, können hilfreiche Begleiter sein.

Unser Heranwachsender kann in dieser Zeit auch empfindlicher an Leib und Seele sein. Was sich tatsächlich so äußert, dass sich der kleine Kerl ungern anfassen lässt, weil seine Sinne, also auch seine Haut, empfindlicher auf Berührung reagieren.  Wenn unser Dansky beim Anfassen empört aufschreit oder auch mal zum Schein schnappt, dann kann das Entfernen einer Zecke oder der Besuch beim Tierarzt eine Herausforderung für Alle werden. Viel Geduld, das Wissen um diese Lebensphase des Hundes, die auch wieder vorbei geht, heitere Gelassenheit und die mentale Stärke des Menschen bringen das Hund/Mensch-Team gut durch diese Zeit.


Der Dansky und das Thema Jagd

Jagt er jetzt oder jagt er nicht? Leider steht in fast allen deutschen Rassebeschreibungen, dass der Gårdhund kaum Neigung zum Streunern und Jagen hat. Das ist für viele zukünftige Hundehalter ein Kriterium, sich für diese Rasse zu entscheiden.Wenn man weiß, was seine Hauptaufgabe auf den Höfen in Skandinavien und in Norddeutschland war, ist die Sache klar. Er jagt - und zwar Mäuse und Ratten. Darauf ist er spezialisiert und er macht seine Sache sehr gut. Er ist rattenschnell, klein und wendig und kann in rasender Geschwindigkeit riesige Löcher buddeln, um an die vermeintliche Maus heranzukommen.
Trotzdem kommt es relativ häufig vor, dass der Dansky auch bei anderen Tieren, wie beispielsweise Hasen, Vögeln und Rehen, mehr oder weniger starke Jagdtendenzen zeigt. Sein, besser gesagt, unser Vorteil ist es, dass der DSG ein sehr schlauer, unterordnungsbereiter Hund ist und man deshalb eine Jagdleidenschaft ganz gut in den Griff bekommt. Hundeneulinge, die auf dem Land leben, sollten das wissen. 
Dem Welpen sieht man nicht an, ob er später einmal ausschließlich Mäuse bevorzugt oder sich auch für größeres Wild interessiert. Auch hier empfiehlt es sich, sich an eine gute Hundeschule oder einen Hundetrainer zu wenden.


 Ilvy I Fjellalundas's Xstatic Xperia, sind diese komischen Schnatterdinger sehr suspekt.
© Foto: Sonja Erhardt